Begegnungsgespräche
Miteinander reden, trotz allem
In den Begegnungsgesprächen geht es darum, anderen Menschen zu begegnen und sich wirklich zuzuhören.
Wir wollen unsere "Muskulatur" für empathisches Miteinander und Austausch trainieren.
In einer kleinen, vertraulichen Runde schaffen wir einen Raum für vertrauensvolle und offene Begegnungsgespräche. Wir versuchen nicht, uns gegenseitig zu überzeugen oder das Gespräch zu gewinnen.
Ziel ist es, einfach zu verstehen, wo der andere steht, wie er/sie denkt und fühlt.
Politisch dürfen wir unterschiedlich sein - menschlich wollen wir in Kontakt bleiben.
Das Angebot der Begegnungsgespräche richtet sich besonders an Menschen,
- die in der Pandemie und nachfolgend viele Freundschaften verloren haben,
- denen es schwerfällt neue Beziehungen und Freundschaften aufzubauen,
- die in einem schwierigen Datingmarkt viele verletzende Begegnungen durchlebt haben ("Lost auf Tinder"),
- die neue Wege suchen, wie auch Menschen mit unterschiedlichen Meinungen ein gutes Miteinander erleben können,
- deren familiäre Beziehungen erodieren ("mein Sohn meldet sich nicht mehr"), ohne dass ein Ersatz aufgebaut werden könnte,
- die der politischen Polarisierung in Deutschland entgegenwirken wollen.
Ort: Lägenfeldstraße 8 in Ronnenberg
Dauer: ca. 90–120 Minuten
Teilnehmerzahl: 6–10 Personen
Unser Miteinander ist in der Krise
Man kann derzeit einen starken Zerfall in polarisierende politische Lager erkennen (in den USA red/blue, in Deutschland rechts/links). Unterschiedliche Meinungen gab es immer. Das Auseinanderdriften ist in den letzten Jahren aber stärker und auch emotionaler geworden. Dies hinterlässt Spuren im Bereich der persönlichen Beziehungen und Freundschaften.
Zudem gibt es mehrere Trends, die ebenso den Aufbau von Freundschaften und geselligen Treffen behindern:
Post-Corona Effekte: In der Corona-Zeit sind wir aktiv Zuhause geblieben und diese neue Gewohnheit hat sich teilweise nicht mehr zurückentwickelt, sondern blieb in "bequemer" Weise bestehen.
Mehr Home-Office: Durch das Arbeiten von Zuhause arbeiten, nimmt die Anzahl von Begegnungen am Arbeitsort ab (z.B. Kaffeepausen oder Mittagessen am Arbeitsplatz).
Displacement Theory: Viel Zeit am digitalen Endgerät (Handy, Tablet etc.) ersetzt menschliche Interaktionen. Digitale Kommunikation (Stories, Textnachrichten) ist schnell verfügbar. Echte Nähe braucht Aufmerksamkeit, Zeit und Engagement.
"Smartphones und Social Media simulieren Verbundenheit (Likes, schnelle Chats, Online-„Freunde“), verdrängen aber echte Präsenz. Etwa 40 % der Amerikaner geben an, nur Online-Freunde zu haben. Bei Teenagern fiel die tägliche In-Person-Zeit mit Freunden (außerhalb der Schule) von 140 Minuten auf 40 Minuten, während Screen Time auf bis zu 9 Stunden stieg." (Quelle Grok, vgl. Harvard Kennedy School).
Intensives Parenting: Heute wird signifikant mehr Zeit mit Kindern verbracht; etwa doppelt so viel Zeit wie früher. Das verringert die noch verfügbare Zeit für Freundschaften und gesellige Gruppentreffen.
Cancel Culture: Durch eine wahrgenommene Gruppenzugehörigkeit und politische Lagerbildung, kann ein gefühlter Druck entstehen, gewachsene Beziehungen und Kontakte zu beenden.
Soziale Fähigkeiten nehmen ab: Durch die oben genannten Trends verringern sich in der Folge soziale Kontakte und damit ebenso soziale Fähigkeiten. Empathie, Verständnis, Konfliktlösungs- und organisatorische Fähigkeiten nehmen ab.
Intoleranz und Rechthaberei mögen im digitalen Raum richtig erscheinen, verhindern aber echte Kontakte und echte Verbindung in Toleranz und Offenheit. Verbindung braucht Verbindlichkeit.
Meine Schwerpunkte und Angebote:
- Orientierungsgespräch zu Beginn
- Lebenspraktische Beratung - Was kann ich überhaupt erwarten?
- Spirituelle Beratung - Religion, Esoterik und Grenzgängererlebnisse
- Begegnungsgespräche - Miteinander reden, trotz allem
- Kontrollierter Konsum - Konsumreduktion - Suchtprävention